Was gilt beim Umgang mit THC in der Schweiz?

Quelle:

Shit happens - Verein legalize it


 

 Wichtige Tipps:

 

Wer polizeilich kontrolliert wird, nicht konsumiert und weniger als 10 Gramm dabeihat, sollte Fragen nach früherem Konsum NICHT beantworten oder halt lügen. Denn sobald jemand auch nur einen einzigen Joint aus der Vergangenheit gesteht, muss die Polizei das ordentliche Verfahren einleiten. Am besten nie mit mehr als 10 Gramm herumlaufen. Wenn jemand einen Joint in der Öffentlichkeit raucht und von der Polizei erwischt wird, sollte man nur diesen Joint zugeben. Schweigen gilt nicht nur gegenüber der Polizei. Denn jede Info fliesst weiter: Beste Freunde werden beste Feinde, Liebesbeziehungen zerbrechen. Der beste, leider unrealistische Tipp ist wohl: Erst nach 18 anfangen zu Kiffen.

 

 

 Strafen:

 

Wer nicht konsumiert (hat), aber bis zu 10 Gramm für den eigene Konsum besitzt, kann laut Gesetz NICHT bestraft werden. Sobald jedoch ein begründeter Verdacht vorliegt, dass doch schon mal konsumiert wurde oder mehr als 10 Gramm im Spiel sind, kann ein normales Verfahren eingeleitet werden. 100 Franken ist der Tarif fürs Kiffen unter polizeilicher Beobachtung. Dieser Betrag ist für die ganze Schweiz gültig. Es werden keine Gebühren erhoben und im Wiederholungsfall gibt es keine Erhöhung. Wer die THC-Grenzwerte für Lebensmittel bei seinen verkauften Hanf-Produkte überschreitet, wird mit Busse bis zu 40,000 Franken bestraft.

 

 

 Bedingung:

 

Quasi legal nennen wir das, weil alle zwar ohne Bestrafung bis zu 10 Gramm THC-Haltige Produkte für den Eigenkonsum besitzen dürfen, aber ebe: Man darf sie noch nicht konsumiert haben. Wer auch nur einen Krümel weitergibt, übergibt illegale Betäubungsmittel an jemand anderen. Dabei muss nicht einmal Geld fliessen (wenn verkauft wird, erhöt das die Strafe). Ab einem Gehalt von 1.0% THC sind THC-haltige Produkte in der Schweiz Verboten. Lebensmittel mit THC-Spuren sind nur legal, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Ausserdem darf in der Produktion keine Substanz eingesetzt werden, die 1.0% THC oder mehr enthalten hat. Man darf also nicht Hash zermahlen und dann mit sehr viel Tabak mischen und verkaufen.

 

Viel mehr Infos und Tipps gibt es in die Broschüre von das Verein Legalize it  "Shit happens 10 Auflage". 40 Seiten mit alle Infos dir ihr Wissen müsst. Für nur 15.- Chf könnt ihr es HIER bestellen. Übrigens wird damit auch in die Legalisierung investiert und wie das Verein Legalize schön gesagt hat "Bei der nächsten Polizeikontrolle den Ordnungshüter (1312) lächelnd über die eigenen Rechte aufklären können. Das ist dann nämlich unbezahlbar!"

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Bündnerin (Mittwoch, 28 September 2016 13:53)

    In GR ist es so, dass wenn die Stadtpolizei dich "erwischt" beim kiffen, gibt es eine Strafanzeige, bei der Kantonspolizei jedoch gelten die Regeln wie ihr es oben beschrieben habt.
    Von einer Bekannten habe ich erfahren, dass eine Churer Stadtpolizistin gesagt hat, sie verstehe nicht, weshalb noch niemand die Stadtpolizei angezeigt hat, wegen dieser unfaier Regelung.

  • #2

    M. Roth (Mittwoch, 27 Dezember 2017 17:56)

    Ich denke, dass auch hier der Kantönligeist vorhanden ist und jeder Kanton die Thematik irgendwie anders handhabt. Zum Glück gibt es nun für Cannabis mit einem THC-Wert < 1 % einen Schnelltest, dadurch spart erstens der Staat eine Menge Geld (Keine Laboranalysen mehr notwendig) und der Konsument von legalem Cannabis wird nicht provisorisch kriminalisiert.

    Liebe Grüsse

    Mike

  • #3

    cbdbro.ch (Dienstag, 30 Januar 2018 22:08)

    Jeder der schon mal in der Schweiz von der Polizei beim Kiffen erwischt wurde, kennt diese Spielchen. Den Fragen muss man einfach geschickt ausweichen und nichts zugeben. Habe ich schon einige Male erlebt. Warum es notwendig ist Joints die weit in der Vergangenheit liegen zu bestrafen muss man nicht verstehen. Die Strafe ist aber eher gering anzusehen, 150 CHF Ordnungsbusse wenn ich mich recht erinnere. So dann lasst euch nicht erwischen ;-)